Das Buch

Rushwa-Titel+RomanRushwa heißt Korruption. Aber das weiß der Eisenbahnexperte Paul Mansfeld noch nicht, als er von einer deutschen Consultingfirma überraschend einen lukrativen Auftrag in Tansania bekommt. Er soll ein Konzept zur Rehabilitation der Bahnlinie vom Indischen Ozean zum Tanganjikasee erarbeiten. Nach Ankunft in Daressalam wird ihm bald klar, dass bei der Projektvergabe Bestechung im Spiel gewesen ist. Gleichzeitig erfährt er, dass gegen diese Firma die deutsche Staatsanwaltschaft wegen Korruption ermittelt. Seine Weigerung, bei der Bestechung mitzumachen, bringt Paul Mansfeld in immer größere Schwierigkeiten. Als er einen tansanischen Parlamentsabgeordneten kennen lernt, stellen sie gemeinsam Ermittlungen an. Dabei finden sie heraus, dass auch im tansanischen Bau- und im Bergbausektor dubiose Geschäfte gemacht und über Konten in der Schweiz abgewickelt werden. In dieser Zeit begegnet ihm die Hotelmanagerin Vivien Chimagu,  die ihn in dieser schwierigen Situation unterstützt.

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Buchbesprechungen in Zeitschriften

WIRTSCHAFTSKRIMI  ZU TANSANIA

Unter dem Titel kann sich kaum jemand etwas vorstellen, es sei denn er kennt die Sprache Kisuaheli. In dieser in ganz Ostafrika weit verbreiteten Sprache heißt Rushwa Bestechung, und um die geht es in diesem Tatsachenroman. Er spielt im internationalen Milieu und ist hoch aktuell. Dies nicht deshalb, weil Korruption überall in aller Munde ist, sondern weil der Autor offensichtlich aus eigener Erfahrung spricht. Wer sich mit dem Thema Entwicklungszusammenarbeit befasst, kommt schnell zu den internationalen Consultants, Ingenieurbüros, die in der einen oder anderen Weise mitspielen. So auch hier. Der Hauptakteur ist ein Eisenbahningenieur, der die Rehabilitierung der alten zur deutschen Kolonialzeit erbauten Eisenbahn von der Hafenstadt Dar Es Salaam am Indischen Ozean zum Hafen Kigoma am Tanganjikasee betreiben soll. Dabei fällt  dem Eingeweihten die genaue Ortskenntnis des Autors auf. So ist der Roman schon für alle, die sich an ihre Reisen in Tansania  erinnern wollen, eine wohltuende Realität. Und so real wie die beschriebenen Orte sind, so real sind die Abläufe der Tricksereien, die nur mühsam verschleiernde Sprache der Handelnden. Der Roman ist für alle, die sich im Bereich der internationalen Zusammenarbeit über die Fallstricke informieren wollen, eine lesenswerte Handreichung, man könnte schon fast sagen, ein Fach- oder Lehrbuch. Dieser Kriminalroman wird besonders eindrucksvoll durch die Darstellung des Hauptakteurs, der sich mit allen Mitteln dem Problem der „Provision“ für die Einflussnahme eines lokalen Politikers zu entziehen sucht und dadurch in große Schwierigkeiten gerät. Wer sich mit den Mächtigen anlegt, braucht gute Nerven und ein beachtliches Stehvermögen, wie in Europa, so auch in Afrika. Der Roman ist sehr empfehlenswert, als Reiselektüre oder zur Einführung in das Thema Korruption. Man möchte dem Verlag empfehlen, in einem Untertitel den Interessenten einen Hinweise auf das Thema zu geben.

Rolf Hasse, in: Afrika Süd, 42, 2/ 2017


Helmut Zell: Rushwa

Sorry, Helmut Zell! Ein Buch, das bei „books on demand“ ver­öffentlicht wurde, bleibt vor einer Buchbesprechung gerne schon einmal etwas länger im Regal liegen. Weil die Vermutung nahe liegt, dass das Buch nicht gut genug war, um in einem „richtigen“ Verlag veröffentlicht zu werden. Und weil es immer so viele neue Tansania-Bücher zu besprechen gilt. Dabei ist das Buch „Rushwa“ (=“Korruption“) wirklich hervorra­gend! Endlich einmal ein Roman, der sich brandaktuell mit der gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Situation in Tansania auseinandersetzt. Der viele brisanten Themen der politischen Debatte in Tansania anspricht: Konzepte zur Entwicklung der Infrastruktur (Eisenbahn- und/oder Straßenbau?), Korruption in Regierung und Parteiführung, die Rolle der Opposition und der Medien, die Entwicklungszusammenarbeit, die Rolle Chinas, Allowances (Sitzungsgelder etc., gegen die der Staats­präsident gerade eine Kampagne führt), deutsche Consultings in Tansania u.v.a.m. Alles geschrieben von einem intimen Kenner des Landes und geschickt verflochten mit einer privaten Liebesgeschichte, die sich bei vielen Entwicklungshelfern so oder ganz ähnlich abgespielt haben mag. Ganz zu schweigen von der exakten Schilderung der Wohn- und Le­ bensbedingungen von Expats in Daressalam – bis hin zur Beschreibung von Hotels, Bars und Restaurants. Auch der Alkohol fehlt selbstverständlich nicht.

Rudolf Blauth, in: Tanzania News 3-2016


„Rushwa“

Paul Mausfeld soll im Auftrag einer Berliner Consultingfirma das Konzept für ein lukratives Projekt in Tansania vorbereiten – die Wiederinbetriebnahme der von den Deutschen während der Kolonialzeit gebauten Bahnlinie vom Indischen Ozean zum Tanganjika-See. Kaum hat der Eisenbahnexperte in Daressalam seine Tätigkeit aufgenommen, sieht er sich mit „Rushwa“, der allgegenwärtigen „Bestechung“, konfrontiert. Der zuständige Direktor im Transportministerium erwartet die von Pauls Vorgänger versprochene saftige Provision als Gegenleistung für die staatliche Unterstützung des Vorhabens. Gleichzeitig erfährt der Sachverständige, dass die Staatsanwaltschaft gegen seinen Arbeitgeber wegen Korruption ermittelt. Er weigert sich, in dem verbotenen Spiel mitzumischen, und gerät in immer größere Gefahr. Dank der Bekanntschaft mit einem jungen, integren Parlamentarier wendet sich das Blatt. Die beiden decken auch im Bau­ und Bergbausektor dubiose Geschäfte auf, die über geheime Konten in der Schweiz laufen. Als sie den Skandal publik machen, überschlagen sich die Ereignisse. Aus der misslichen Lage hilft dem Protagonisten aber nicht zuletzt die aufblühende Liebe zu der Hotelmanagerin Vivien.

Keine Frage: Für den Autor ist Tansania kein fremdes Terrain. Einem ersten Einsatz als Entwicklungshelfer in den 1970er Jahren folgte der Forschungsaufenthalt für seine Dissertation zur industriellen Entwicklung des Landes. Der promovierte Volkswirt und Diplom-Ingenieur arbeitete später als Senior Expert in einem von der Weltbank finanzierten Projekt in Daressalam. Seine Romanfiguren dirigiert er daher mit großer Sachkenntnis durch den Großstadtdschungel. Sicher auch aus eigener Erfahrung thematisiert er alltägliche sowie politisch gravierende Probleme: chaotischer Straßenverkehr, ständiger Stromausfall, Hexenglaube,Zauberei, Albinos,Kolonialismus, Bürokratie, Vergabepraktiken, Rohstofflieferungen gegen Kredite, Abbaulizenzen und natürlich Bestechung im Kleinen und Großen. Aus den zahlreichen Versatzstücken komponiert Helmut Zell einen spannenden Wirtschaftskrimi. Ärgerlich sind jedoch die vielen Druck- und Grammatikfehler im Text. Ein weniger schlampiges Lektorat hätte die Lektüre jedenfalls noch vergnüglicher gemacht.

Helga Lippert, in: Habari, März 2017, Tanzania-Network.de e.V., Berlin, S. 45f.


Helmut Zell: „Rushwa“

Dieser Thriller dürfte Expat-Managern vertraut vorkommen. Paul Mansfeld wird für eine deutsche Beratungsfirma nach Tansania geschickt und gerät mitten in einen Korruptionssumpf. Sein Versuch, sauber zu bleiben und die Sache aufzudecken, bringt Probleme. Für VW-Manager nicht unbedingt zum Abschalten geeignet. (Martin Kaelble, 10. August 2016)

www.capital.de/wirtschaft-politik/die-besten-business-thriller-fuer-den-urlaub


Rhein Zeitung, 3.6.2016


Rezensionen bei Amazon

 Moeletsi. 5,0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert. Rezension aus Deutschland vom 3. Juli 2017. Verifizierter Kauf

Ein äußerst interessanter Roman mit tiefen Einblicken in das internationale Projektgeschäft in Afrika. Gleichzeitig erfährt der Leser viel über die Kolonial- und Eisenbahngeschichte Tansanias. Der Roman dreht sich um das Grundübel in Tansania- wie in anderen afrikanischen Ländern- die grassierende Korruption und ein Mangel an Verantwortungsgefühl einiger Politiker.
Der Autor schrieb eine schlüssige Geschichte, spannend und lebendig. Der Alltag in Tansania wird hervorragend beschrieben. Viele der Beobachtungen, die so nebenher eingestreut werden, kenne ich auch aus West-und Zentralafrika. (z.B. die Unsitte der „sitting allowances“, korrupte Verhaltensweisen, Minister werden von Polizeifahrzeugen begleitet, die normale Autos abdrängen, Sicherheitsfirmen sind die größten Arbeitgeber mit den meisten Beschäftigten, der Glaube an Magie, Getränkeflaschen werden überall erst am Tisch geöffnet).
Fazit: Das Buch ist faktenreich und trotzdem sehr flüssig und unterhaltsam geschrieben. Man spürt beinahe auf jeder Seite, dass Helmut Zell große Sympathie für Tansania und seine Bewohner hat.


Johann Bruehl. 5,0 von 5 Sternen. Eine Geschichte aus dem ehemaligen Deutsch-Ostafrika. Rezension aus Deutschland vom 19. März 2016. Verifizierter Kauf

Ich habe von diesem Autor ein Buch über Projektmanagement gelesen und kenne ihn so als Dozent und Wirtschaftswissenschaftler. Nun bin ich auf dieses Buch gestoßen und war neugierig, weil ich selbst in Tansania gewesen bin. Und ja, man spürt, dass er das Land liebt und lange dort gearbeitet hat. Seine Kenntnisse der Zustände dieses Landes sind beeindruckend. Er hat die Fakten zu Eisenbahn, Consulting, Korruption und chinesische Aktivitäten gründlich recherchiert und in eine äußerst spannende Story gegossen. Hier erlebt man, wie es im heutigen Tansania zugeht.
Das Buch ist in einer ruhigen Sprache erzählt, die aber atemlos werden kann, wenn die Spannung sich zuspitzt. Die Darstellung der Charaktere ist zurückhaltend, sparsam und menschlich, und die wunderbare Liebegeschichte darin ist zart, einfühlsam und menschlich, zugleich sehr real und ohne die derben Szenen, die man häufig in reißerischen Romanen findet.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, es ist ohne Pathos, leise und wahrhaftig und gleichzeitig so spannend, dass man es nicht aus der Hand legen möchte. Und wer dabei etwas über das Land lernen möchte, hat hier die beste Gelegenheit.


Amazon Kunde. 4,0 von 5 Sternen Korruption, „Rushwa“ in Tanzania. Rezension aus Deutschland vom 5. April 2016. Verifizierter Kauf

Um was es geht, sagt der Titel: „Rushwa“ heißt auf Kiswahili „Korruption“. Das Buch ist von Beginn bis zum Schluss spannend – und dazu auch noch lehrreich. Die Hauptfigur, Paul Manfeld, ist ein international tätiger Eisenbahnexperte und übernimmt den Auftrag, einen Plan für die Reparatur der wichtigen Eisenbahnlinie vom Indischen Ozean zum Tanganjika-See zu erarbeiten. Doch schon bald merkt er, dass bei der Auftragsvergabe nicht alles mit rechten Dingen zuging. Der Plot ist komplex, aber stimmig. Angeblich ist das Ganze rein fiktiv, aber die Vorgänge werden so detailliert geschildert, dass man sich fragt, was der Autor wirklich erlebt und was er sich ausgedacht hat. Auf jeden Fall schreibt hier jemand, der tiefe Einblicke in das internationale Projektgeschäft in Afrika hat.
Für Leute, die in Tansania arbeiten oder arbeiten wollen, ist das unterhaltsam geschriebene Buch unbedingt zu empfehlen. Interessant ist die Lektüre mit Sicherheit auch für Touristen, die in das Land reisen und sich neben den Tierparks auch für die Geschichte und die Probleme des Landes interessieren. Darüber erfährt man viel, insbesondere die Lebensbedingungen der besser situierten Staatsbeamten und der ausländischen Experten. Auch heute schon fast vergessene Dinge, wie die deutsche Kolonialzeit vor 100 Jahren und den damaligen Eisenbahnbau, werden angesprochen.
Eine Bemerkung aus aktuellem Anlass: Bemerkenswert ist, dass im Buch Schwarzgeldgeschäfte unter Beteiligung von international operierenden Banken eine zentrale Rolle spielen, also Dinge, die gerade jetzt (Anfang April 2016) unter dem Begriff „Panama Papers“ durch die Presse gehen.


Jamii  5,0 von 5 Sternen African Business. Rezension aus Deutschland vom 23. Februar 2016

Buch auf – und weg. So soll ein Buch sein, aufschlagen und abfliegen.
Schon nach wenigen Seiten steht man mitten in Afrika und verschwindet im Strudel der Ereignisse dieses packenden Wirtschaftskrimis.
Dabei spielt die Geschichte so geschickt mit den Wirklichkeiten dass man schon nach wenigen Seiten nicht mehr weiß ob man sich nun in der Realität oder in der Fiktion befindet – diese faszinierende Ambivalenz zieht sich bis zum Ende durch – und darüber hinaus. Denn dieses gut recherchierte Buch endet nicht mit der letzten Seite, sondern verfolgt den Leser auch darüber hinaus. Auf der Webseite […] finden sich viele Hintergrundinformationen die zeigen wie nah das Buch an der Wirklichkeit liegt – ein Schelm wer dabei böses denkt…
…aber auch unabhängig von den haarsträubenden Surrealitäten afrikanischer Wirtschaft macht das Buch einfach Spaß und liest sich quasi von selbst. Der Leser spürt den Odem Afrikas stets im Nacken und durchstreift mit neugierigen Blicken die lebendigen Alltagszenen und Drehorte dieses großartigen Kopfkinos. Wer ein Stück echtes Afrika erleben will ist mit diesem Buch bestens beraten.